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Lisa Brandau: Souveräner Sieg bei der Trans Germany

Jubelnd stemmt sie ihr HAIBIKE Greed in die Höhe, das sie durch vier extreme Tage über rund 300 Kilometer und etwa 10.000 Höhenmeter zum Sieg getragen hat: Lisa Brandau vom Team HAIBIKE gewann die Trans Germany 2010. Schon seit dem ersten Tag des Mountainbike-Etappenrennens, das in diesem Jahr vom 2. bis 5. Juni stattfand, fuhr Brandau an erster Stelle. „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich bin einfach gefahren und wollte dann sehen, was bei rauskommt. Aber die Führung ist natürlich toll!“, sagte sie nach der ersten Etappe. Auch am zweiten Tag fuhr Brandau an der Spitze und baute ihren Vorsprung aus. Auf der 3. Strecke von Pfronten nach Sonthofen stürzte ihre schärfste Rivalin Pia Sundstedt (Craft Rocky-Mountain Team) über einen vor ihr gefallenen Fahrer und verletzte sich dabei so schwer, dass das Rennen für sie gelaufen war. Die direkt hinter ihr fahrende Brandau konnte zwar auch nicht mehr ausweichen und fiel, kam aber mit ein paar Schürfwunden davon. „Wir haben dann Pia versorgt und gewartet, bis Hilfe kam. Ich habe nur gesehen, wie die anderen Mädels vorbei fuhren. Aber mir war das egal.“ Am Ende reichte es für die Trägerin des Roten Trikots noch zu Platz drei (2:37:03.7). Der vierte Tag sah Lisa Brandau dann wieder an der Spitze der Fahrerinnen, gejagt von den zweit- und drittplatzierten Birgit Söllner (Team Firebike-Drössiger) und Milena Landtwing (Rothaus-Cube MTB). „Ich bin mehr als zufrieden ... Ich bin happy, dass ich Pia, die leider verletzt ausscheiden musste, so lange Konkurrenz machen konnte“, freute sich Brandau am Ende der Trans Germany über ihren souveränen Sieg.





Team HAIBIKE auf Platz fünf bei der Trans Germany

Nicht nur Lisa Brandau zeigte auf der Trans Germany ihre Zähne, auch die anderen Fahrer vom Team HAIBIKE ließen auf dem Etappenrennen, das auch seitens der Wetterbedingungen extrem war, nicht locker. So verteidigte Heidi Scharnreitner zum Beispiel ihren 8. Platz in der Gesamtwertung, trotz schwieriger Umstände auf der letzten Etappe: „Als wir ca. 20 km vor dem Ziel einen Asphaltanstieg rauf fuhren, kamen uns plötzlich an die 100 Fahrer entgegen, die uns zu riefen, dass wir alle falsch gefahren seien. Ein Chaos brach aus, zumal alle mitten am Berg wendeten“, berichtete Scharnreitner nach dem Rennen. Den Herren des Teams war nicht ganz so viel Glück beschieden: Lukas Kubis fuhr mit angezogener Handbremse, da er Knieprobleme hatte. Er schaffte es aber bei den 537 Startern auf den guten 19. Platz in der Gesamtwertung. Für eine Überraschung sorgte der 20-jährige Alexander Huber, der am Ende der Trans Germany auf dem 40. Platz landete. Auf der letzten Etappe stürzte er gleich zu Beginn und beide Laufräder hatten einen Platten. Sein Teamkollege Philipp Daum, der in der Gesamtplatzierung hinter Huber lag, gab dem 20-Jährigen seine Räder und wechselte dann die Schläuche. Dadurch verlor Philipp Daum rund 13 Minuten und erreichte schlussendlich den 73. Platz. Das Teamwork der HAIBIKER wurde jedoch belohnt und sie kamen in der Teamwertung auf den guten 5. Platz von 99 gewerteten Teams.




Ruhiges Wochenende bei den Juniorinnen

Uwe Hofmann, Leiter Team HAIBIKE Bayern Kader: „An diesem Wochenende machte neben Lisa Küllmer auch Sarah-Lena Hofmann ein Renn-freies Wochenende. Beide trainierten nach ihren speziellen Trainingsplänen, um in zwei Wochen fit für die Deutsche Meisterschaft zu sein. Sarah-Lena absolvierte zum Beispiel einen Grundlagenblock. Einen kleinen Schrecken jagten uns hingegen Eltje Lange und Nadine Buchholz an diesem Wochenende ein. Sie starteten am 6. Juni in Hamburg beim Elbinsel-Rennen über 61 Kilometer. In der letzten von vier Runden kam es zu einem Massensturz, in den auch unsere beiden Mädels involviert wurden. Nadine Buchholz kam mit einem aufgeschürften Knie davon und konnte vor Ort von einem Sanitäter behandelt werden. Eltje Lange musste jedoch ins Krankenhaus. Ihr schmerzendes rechtes Handgelenk wurde geröntgt – es ist glücklicherweise nur gestaucht. Und auch der Lenker, der Eltje beim Sturz in den Bauch rammte, hatte keine schwerwiegenden Folgen. Es war also mehr Schreck als Schaden und beide Fahrerinnen werden für die Meisterschaft wieder fit sein.“



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